Der Straubinger Ruderclub blickt auf eine über 130-jährige Geschichte und Tradition zurück.
Dieser Geschichte fühlen wir uns bis heute verbunden und getreu unserem Motto "Mit Blick zurück nach vorne!" setzen wir alles daran, den Straubinger Ruderclub so zu gestalten, wie es die Gründerväter vor 130 Jahren gewollt hätten.

Unter folgendem Link finden Sie die Satzung des Straubinger Ruderclubs, die Mitglieder- und Beitragsordnung und die Hausordnung.

Finden Sie hier drei Artikel aus dem Straubinger Tagblatt anlässlich der 125-Jahr Feier zum herunterladen, eine Zusammenfassung der Vereinschronik sowie weitere Artikel über den Ruderclub.

 StRC- Geschichte Teil 1
von Dr. Dorit-Maria Krenn

 StRC- Geschichte Teil 2
von Dr. Dorit-Maria Krenn

  Artikel über die 125-Jahr Feier
7.8.2006


Artikel über die 130-Jahr Feier


Artikel Wundermühle

Artikel Nürnberger Sprintregatta 2012
Straubinger Tagblatt 05.07.2012


Artikel Straubinger Tagblatt
Simon Schedlbauer März 2013

 Artikel Nürnberger Sprintregatta 2013
 Straubinger Tagblatt Mai 2013

30. Juni 1881

Antrag von Carl Piechler an den Magistrat der Stadt Straubing zur Genehmigung des Straubinger Ruderclubs

  
15. Juli 1881 Genehmigung des Straubinger Ruderclubs durch den Magistrat der Stadt Straubing. Grundüngsmitglieder: 14 sport- und wasserbegeisterte Straubinger Bürger, vor allem angesehene Kaufleute und Handwerksmeister, die 46 Jahre nach der Gründung des ersten deutschen Rudervereins in Hamburg auch in Straubing einen „Ruderclub“ aus der Taufe hoben: die Handelsmänner Adalbert Bachl, Magnus Habrunner, Xaver Härtl, Josef Loibl, Otto Ludsteck, Wilhelm Neumaier, der Instrumentenmacher Franz Braumandl, der Bautechniker Georg Bub, der Buchdruckereifaktor Eugen Fahrbacher, der Amtsgerichtssekretär Josef Forstner, der Lederermeister Carl Piechler, der Bäckermeister Anton Schwarz, der Cafetier Anton Schropp und der Apotheker Nepomuk Schmidt.
 Vereinszweck des „Straubinger Ruderclub e.V.“: „Ausbildung tüchtiger Ruderer, Förderung des Rudersports, Kräftigung des Körpers und Hebung der Geselligkeit“.
 Als Clublokal wählte man – passenderweise – das im Gstütt unterhalb der Schlossbrücke an der Donau liegende Gasthaus „Zum Dampfschiff“.
  
1882Gründung des Bayerischen Ruderverbandes durch den StRC zusammen mit den Vereinen aus Passau, Deggendorf, München, Nürnberg, Haßfurt, Schweinfurt und Würzburg.
  
1885In Straubing fand anläßlich des Landwirtschafts- und Volksfestes ein erster Wettkampf statt: Da man ihn als „I. National- Regatta“ bezeichnete, war er offenbar sogar vom 1883 gegründeten Deutschen Ruderverband ausgeschrieben worden.
  
1893Die Vereine von Regensburg, Straubing, Deggendorf, Winzer, Passau und Linz riefen einen eigenen „Regattaverband der Rudervereine an der oberen Donau“ ins Leben, der nun eigene Regatten organisierte.
 Besonders erfolgreich war damals der Straubinger Gig- Doppelzweier mit den Ruderern Hermann Loichinger und Michael Holzapfel, die zum Beispiel 1893 bei einer Regatta in Passau den Ehrenpreis der Stadt Passau erhielten oder 1895 bei der 2. Donau-Verbands-Regatta die Ehrenpreise der Fürstin von Thurn und Taxis und der Stadt Regensburg errangen.
  
1897Carl Horn übernahm die Vereinsführung und legte ein Bestandsverzeichnis auf das damals einen Rennvierer, zwei Gig-Vierer und einen Gig-Zweier mit Steuermann in Vereinsbesitz auflistete.
  
11. Juli 1897Die „4. Donau- Verbands-Regatta“ wurde in Straubing ausgerichtet mit Prinz Ludwig von Bayern, dem späteren König Ludwig III., als Schirmherr, mit Gästen aus Ulm, München, Regensburg, Passau, Linz, Wien.
  
1902Der Magistratsbeamte Hans Bielmeier übernahm das Amt des „Instruktors“ und ein systematisches, tägliches Rudertraining „mit Verpflichtung zur Enthaltsamkeit“ einführte. Josef Segl wurde Vereinsvorsitzender. Unter Segl und Bielmeier erlebte der StRC einen Aufschwung.
  
1906Anlässlich der 25 Jahrfeier richtete der StRC die 11. Donau-Verbands-Regatta aus, über die wiederum Prinz Ludwig, seit 1901 „Protektor“ des Vereins, die Schirmherrschaft übernahm.
  
1908Der StRC erwarb seinen ersten Achter mit dem Namen „Straubing“ was dazu führt, das ein neues Bootshaus benötigt wird.
  
Juli 1908Siege bei den Rennen in Würzburg und Starnberg im Achter
 Neue Vereinsaktivitäten: Längere Wanderfahrten und Training von Schülermannschaften
  
1912Der StRC richtete die „14. Donau-Verbands-Regatta“ aus, zu der 19 Vereine anreisten – oder wie sich Vorsitzender Dr. Segl in seinem Gesuch um finanzielle Unterstützung an den Magistrat ausdrückte „zahlreicher Besuch seitens der bayerischen und außerbayerischen vornehmen Rudersportwelt“ sich in Straubing einfand.
  
Sommer 1914König Ludwig III. unternahm eine Besuchsreise durch die Oberpfalz und Niederbayern und kam hierbei am 14. Juli auf einem Schiff von Regensburg her auch nach Straubing: „11 Uhr 40 Min. passierte das Schiff unter brausenden Hochrufen des Volkes die Brücke, vor dem Schiffe 5 Viererboote und ein Achterboot des Ruderklubs Straubing, die das Schiff ab Wundermühle eingeholt hatten ...“ Der Ruderclub erfuhr dann die Ehre, dass der hohe Protektor des Vereins das Bootshaus besichtigte.
  
1924Widmung eines Erinnerungssteins für die neun im 1. Weltkrieg gefallenen Mitgliedern auf dem Gelände des Ruderclubs.
  
1930er JahreAus finanziellen Gründen (verursacht durch die Weltwirtschaftskrise) werden keine auswärtigen Regatten mehr besucht.
 Der neue Vereinsvorsitzende Dr. Helmut Segl gründete eine Damenabteilung.
  
1943Der Zweite Weltkrieg, der insgesamt 29 Vereinsmitgliedern das Leben kostete, brachte den Ruderbetrieb endgültig zum Erliegen. Bei Kriegsende wurde das Bootshaus geplündert, der Großteil des Inventars und der Boote gestohlen oder zerstört.
  
27. März 1947Eine Versammlung von 33 früheren Mitgliedern unter dem Vorsitz von Heinrich Daxl leitete die Wiederbegründung des Vereins ein; Dr. David Forchheimer, Max Hoppenthaler, Clothilde Pelech, Josef Dengler und Ludwig Blüml leisteten als „politisch vollkommen unbelastete Personen“ die Bürgschaft für die Ziele und Zwecke des Vereins, „die Ertüchtigung der Jugend durch gesunden Sport und darüber hinaus noch die Pflege einer erholungschaffenden Geselligkeit“.
  
02. Okt. 1947Oberbürgermeister Hans Ebner erteilt die „Lizenzierungsurkunde Nr. 7“ für Sportvereine. Bis Ende 1947 zählt der Verein wieder 119 Mitglieder. Unter den Vorständen Heinrich Daxl und seinem Nachfolger Robert Bock entwickelte sich ein reger Ruderbetrieb.
  
1948Das Mitteilungsblatt des StRC erscheint zum ersten Mal.
  
Mai 1949Im Straubinger Bootshaus wird der Donau-Regatta-Verband wieder ins Leben gerufen.
  
1950er JahreDie Mitgliederzahl steigt auf über 200. 1950 fand endlich wieder eine Bootstaufe statt, man initiierte 1953 einen neuen Landshuter Ruderclub, konstruierte – als Novum - einen Bootstransportwagen und organisierte 1954 eine offene Regatta, bei der der Straubinger Club das „Blaue Band der Donau“ errang.
  
Oktober 1956Dr. Felix Büechl hielt ein engagiertes Plädoyer für den Sport als unverzichtbaren „Erziehungsfaktor“ für die Jugend. Der Jurist Büechl, der sich seit 1931 als aktiver Ruderer in den Club einbrachte und schon länger die Schriftleitung des Vereinsblattes innehatte, übernahm dann Ende des Jahres auch den Vereinsvorsitz.
  
Mai 1961Einweihung des neuen, von Ludwig Schuderer geplanten, Bootshaus in der ehemaligen Donaubadeanstalt oberhalb der Schlossbrücke.
  
60er und 70erUnter Schuderer als Ruderwart, der den verdienstvollen Gox Amann ablöste, gelang dann auch in Straubing die sich im Rudersport anbahnende Umstellung von den großen Booten auf die „Kleinboote“, auf den Zweier und Einer. (Erfolge exemplarisch: Wolfgang Wendlinger wurde 1973 und 1974 Bayerischer Juniorenmeister im Einer und 1977 zusammen mit Frieder Marshaus deutscher Vizemeister im Zweier, Martin Plendl und Wilfried Feirer entwickelten sich zu den besten bayerischen Jungruderern.
  
1978Der Club organisierte  - nach 66 Jahren Pause - wieder eine echte Wettkampf- Regatta, die „1. Frühjahrs- Kurzstrecken-Regatta“ auf dem Friedenhainsee.
  
1981Ein großes Ereignis in der Vereinsgeschichte war das hundertjährige Jubiläum unter der Schirmherrschaft des bayerischen Staatsministers Alfred Dick, das mit einer Jubiläumsregatta auf dem Friedenhainsee am 26. April 1981 sowie mit einem Festakt und der Taufe eines neuen Rennachters auf den Namen „Straubing“ am 23. Mai 1981 gefeiert wurde. Für den damaligen ersten Vorsitzenden, Dr. Adolf Herpich, einem Mediziner, war es zugleich eine willkommene Werbung für den Rudersport, dessen Vorteile für die Gesundheit, für Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit des Körpers er in seiner Festansprache hervorhob.
  
Oktober 1984Der Ausbau des Rhein-Main-Donau Kanals führte nach längerem politischem Hin und Her zu folgender Lösung: Der Ruderclub tauschte sein Gelände samt Bootshaus am Dammweg mit dem bisher an der Wundermühle beheimateten Motorsportclub, der nun zusammen mit der Stadt den Campingplatz erweitern konnte; die Stadt übernahm dafür die Bauträgerschaft für ein neues Bootshaus an der Wundermühle.
  
Juni 1985Unter Vorstand Alexander Conz wurde der Umzug in das neue, von Architekt Erich Gruber entworfene Gebäude mit Umkleidekabinen, Küche, Aufenthaltsraum und Fitnessstudio abgeschlossen.
  
20. Sept. 1986Einweihung des „neuen Ruderparadieses in der Wundermühle“ für die damals 179 Mitglieder, darunter ein Drittel Frauen, mit gleich sechs Bootstaufen.
  
1980er JahreDer Verein unter dem Trainer Wolfgang Dykiert kontte etliche Erfolge vorweisen. Zum Beispiel wurde 1984 Rainer Kramer „rotchinesischer Meister“ im Vierer, Ralph Goldbrunner 1986 bayerischer Juniorenmeister im Einer und 1988 deutscher Juniorenmeister im Vierer, was ihn auch zur Teilnahme an der Weltmeisterschaft berechtigte.
  
November 1998Der Verein erhielt seine erste weibliche Vorsitzende: Ute Arhold, die den Club als aktive Ruderin und als Verantwortliche für den Sportbereich bereits seit längerem mitgestaltet hatte. Unter ihrer Regie beteiligte man sich auch wieder an den Lampionfahrten des Gäubodenvolksfestes, verwandelte die Boote in Wikingerschiffe, chinesische Dschunken und venezianische Gondeln.
 Die Jugendarbeit ging neue Wege, zum Beispiel durch das Projekt „Sport nach Eins“.
  
2000er JahreErfolge: unter Trainer Georg Haberl Birgit Roithner im Einer 2004 und 2005 den Sieg bei der Deutschen Schülermeisterschaft über 3000 Meter Langstrecke, wurde 2004 Bayerische Schülermeisterin, siegte Michael Waschto bei den Bayerischen Junioren- Meisterschaften 2005 im Doppel- Zweier.
  
Juli 2006Siege von Birgit Roithner im Einer, von Michael Waschto im Achter und von Manuel Gröger im Einer bei den Bayerischen Junioren- und Schülermeisterschaften
  
2006Bei einem Mitgliederstand von 180 wurde das 125 jährige Jubiläum mit Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft im Straubinger Rittersaal gefeiert. Dabei taufte Holger Frischhut alias Bruder Straubinger das Jubiläums-Boot, das durch Spenden ermöglicht wurde, auf den Namen des Wandergesellen.